Rehabilitation

 

Wenn Sie nach der Krebstherapie das Gefühl haben, Erholung zu bedürfen, empfehlen wir Ihnen, eine Kurklinik oder ein Sanatorium aufzusuchen. Oft reicht es aber auch schon aus, selbständig in Urlaub zu fahren oder einige Zeit zu Hause zu bleiben. Wenn es jedoch gilt, Probleme aufzuarbeiten, wenn Sie medizinischen Beistand oder anderen fachlichen Rat und Hilfe brauchen, wenn Sie lernen wollen, was Sie selbst für Ihre Gesundung bzw. Gesunderhaltung tun können, wie Sie eventuelle Therapienebenwirkungen verhindern bzw. lindern können, wie Sie sich richtig ernähren sollten und wenn Sie nicht wissen, wie es beruflich weitergeht, ist der Aufenthalt in einer Tumornachsorge- bzw. Rehabilitationsklinik eine gute Möglichkeit für Sie.

 

Rehabilitation: stationär oder ambulant?
Die Rehabilitation kann theoretisch stationär/teilstationär oder ambulant durchgeführt werden. Es besteht die Möglichkeit, ambulante Reha-Einrichtungen, in denen am gleichen Ort und in kompetenter Form medizinische, physiotherapeutische, psychische, ernährungstherapeutische, soziale, berufliche und andere wichtige Reha-Angebote vorgehalten werden, aufzusuchen. Praktisch ist eine ambulante Rehabilitation nur in Teilbereichen, nicht jedoch ganzheitlich möglich. Um sicher zu sein, dass ambulante Rehabilitationszentren auch die notwendige Qualifikation hierfür haben, müssen sie einen speziellen Qualifikationsnachweis erbringen, bevor sie von den Kostenträgern die Erlaubnis zur Durchführung ambulanter Rehabilitationsmaßnahmen erhalten. Bei fehlender Anerkennung kann es passieren, dass die entstehenden Kosten von der Krankenkasse bzw. der Rentenversicherung nicht erstattet werden.

 

"Erweiterte c" (EAP) nicht für Brustkrebspatientinnen geeignet
Die vorrangig auf orthopädische Behinderungen ausgerichtete ambulante "EAP" (erweiterte ambulante Physiotherapie) ist für Brustkrebspatientinnen ungeeignet, da hierbei meist nichts anderes als Kraft- und Fitnesstraining geboten wird. Gerade bei Brustkrebspatientinnen ist eine ganzheitliche Rehabilitation unter Berücksichtigung der Krankheit, der medikamentösen Therapie, der hormonellen Ausfallsstörungen, der Ernährung und auch der psychosozialen Situation notwendig.

 

Stationäre Rehabilitation
Ein stationärer Aufenthalt in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik bietet die besten und umfassendsten Rehabilitationsmöglichkeiten. Dort gibt es speziell geschultes Personal, das bereits Erfahrungen im Umgang mit den Problemen von Brustkrebspatientinnen hat. Außerdem können Sie dort ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen. Zudem werden Sie rund um die Uhr betreut. Der stationäre Aufenthalt kann drei Wochen, aber – falls medizinisch erforderlich – auch vier Wochen und länger andauern.

 

Teilstationäre Rehabilitation
Bei der teilstationären Rehabilitation suchen Sie das auf Brustkrebspatientinnen spezialisierte Rehabilitationszentrum nur während der Therapiezeiten auf, also von morgens bis nachmittags. Außerhalb dieser Zeiten, also abends und an den Wochenenden, dürfen Sie nach Hause gehen. Allerdings ist diese Art der Rehabilitation nur dann sinnvoll und möglich, wenn Sie in der Nähe einer solchen Rehabilitationsklinik leben und sich fit genug für die täglichen Wege fühlen. Wenn Sie Interesse an einer teilstationären Rehabilitation haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Informationen erhalten Sie auch bei Ihrer Krankenkasse, den Rentenversicherern sowie der Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung und den Selbsthilfegruppen.

 

Seelische Hilfe
Manche Patientinnen benötigen seelische Unterstützung zur Bewältigung ihrer Erkrankung. In den Rehabilitationskliniken werden speziell auf die Probleme von Brustkrebspatientinnen zugeschnittene Gruppen- und Einzelberatungen angeboten. Sie finden dort auch weitere Angebote wie autogenes Training, Vorträge zu Ernährung und Sport sowie zu allgemeinen Nachsorge- und Vorsorgemaßnahmen. Wichtig ist, dass auch Ihre Angehörigen in die Rehabilitation miteinbezogen werden.

 

Onkologische Betreuung
Natürlich müssen Brustkrebspatientinnen parallel zur Rehabilitation onkologisch betreut werden. Sie sollten daher nur ein Rehabilitationszentrum wählen, in dem die Ärzte eine entsprechende Fachausbildung haben. Das Klinikum sollte zudem über Erfahrungen mit den Folgen der Chemo- und Strahlentherapie von Brustkrebspatientinnen verfügen. Das BrustZentrum Kreis Recklinghausen arbeitet mit verschiedenen Rehabilitationszentren zusammen. Eine Liste dieser Einrichtungen finden sie hier.

 

 

10. Senologietag

am 20.1.2018 im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Infos auf unserer neuen Website www.brustzentrum-re.de (zurzeit im Aufbau)

Unsere Mamma Care Trainerinnen bieten wieder neue Kurse an! Infos dazu finden Sie unter Über uns - Aktuelles.