Sport

 

Auch nach der Brustkrebstherapie sollten Sie Sport treiben, da sportliche Aktivitäten eindeutig zu einer besseren Lebensqualität beitragen. Sie helfen beispielsweise dabei, die Nebenwirkungen der Strahlen- oder Chemotherapie, wie etwa Übelkeit und Erschöpfung, besser zu verkraften. Zudem wirkt sich die Bewegung positiv auf Ihre Psyche aus. Sie steigert das Selbstwertgefühl, baut Depressionen und Ängste ab, hebt die Stimmung und verbessert Ihre Körperwahrnehmung. Sie fühlen sich entspannter und ausgeglichener. Sie gewinnen neuen Mut und neue Lebensfreude.

 

Überfordern Sie sich nicht!
Wenn Sie sich noch nicht zu sehr belasten mögen, beginnen Sie zunächst mit leichten Spaziergängen und steigern sich nach und nach. Sobald Sie sich etwas fitter fühlen, sind folgende Ausdauersportarten für Sie sehr empfehlenswert:

Auch Yoga, Chi Gong und Tai Chi Chuan eignen sich dazu, Ihre körperliche Verfassung zu verbessern.

Wir empfehlen Ihnen jedoch, auf Sportarten zu verzichten, bei denen der Oberkörper stark belastet wird, wie beispielsweise:

Passen Sie gegebenenfalls Ihre Übungen so an, dass der Arm auf der operierten Seite nicht zu stark belastet wird. Viele Frauen begehen jedoch den Fehler, den entsprechenden Arm wegen eventueller Schmerzen überhaupt nicht zu bewegen. Derartige Schonhaltungen sind falsch, denn sie können nicht nur zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen, sondern bei mangelnder Inanspruchnahme der Muskelpumpe und dadurch bedingtem verminderten Gefäßabfluss sogar ödemfördernd wirken. Ein solches Lymphödem tritt vor allem dann auf, wenn bei der Operation die Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt wurden. Dem können Sie mit einer Reihe vorbeugender Maßnahmen, wie der Meidung mechanischer, chemischer und physikalischer Reizung, dem Hochlegen des Arms und der Durchführung bestimmter gymnastischer Übungen entgegenwirken. Ein bestehendes Lymphödem kann physiotherapeutisch durch eine Kombination von Kompressionstherapie, Krankengymnastik und manueller Lymphdrainage, einer speziellen Massageform, behandelt werden.

Einem Großteil unserer Patientinnen macht es am meisten Spaß, Sport in einer Gruppe zu betreiben. Sie gewinnen nicht nur neue soziale Kontakte, sondern gemeinsamer Sport erhöht darüber hinaus die Lebensqualität allgemein. Natürlich können Sie Ihre Übungen auch alleine durchführen. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich nicht überlasten und auf Ihre individuelle Konstitution achten. Wir schlagen Ihnen gerne Sportarten und Aktivitäten vor, die für Sie geeignet sind. Sie können uns gerne jederzeit, beispielsweise bei einer der Nachuntersuchungen hierauf ansprechen.

Inzwischen gibt es auch zahlreiche Sportgruppen speziell für die Krebsnachsorge. Weitere Informationen erhalten Sie zudem beim Krebsinformationsdienst (KID) unter der Nr. 06221 / 410121 sowie für Vereine, die dem Deutschen Sportbund angeschlossen sind, auf der Website "www.sportprogesundheit.de" unter "Angebote in Ihrer Nähe" oder bei Ihrem Landessportverbund.

 

Im Kreis Recklinghausen gibt es folgende Bewegungsgruppen in der Krebsnachsorge:

 
Recklinghausen:
LandesSportBund NRW
Gruppe Recklinghausen
Margret Kurdelbaum
Tel.: 0 23 61 - 30 68 950
Turnhalle der Maristenschule
Recklinghausen, Moltkestr.
Mittwochs 15:30 bis 17:30
 
Marl:
Turnbund Marl e.V 1947
Klinikum Vest, Paracelsus Klinik Marl, Gymnastikraum und Bewegungsbad der Physiotherapie
Montags und Mittwochs, 10:00 bis 11:00 Uhr oder 16:00 bis 17:00 Uhr
Frau Adameck (Übungsleiterin des Turnerbund Marl e.V. 1947)
Tel.: 0 23 65 - 65 66 2
 
 

 

10. Senologietag

am 20.1.2018 im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Infos auf unserer neuen Website www.brustzentrum-re.de (zurzeit im Aufbau)

Unsere Mamma Care Trainerinnen bieten wieder neue Kurse an! Infos dazu finden Sie unter Über uns - Aktuelles.