Ernährung

 

Bei der Krebsnachsorge spielt nicht zuletzt die richtige Ernährung eine große Rolle. Achten Sie daher auf gesunde Nahrung, die dem Körper wichtige Nährstoffe für die Regeneration zuführt. Sie stärkt außerdem Ihr Immunsystem, so dass Sie weniger anfällig für Infekte und Krankheiten sind. Eine gesunde Ernährung zeichnet sich vor allem durch viel Abwechslung aus.

 

Das BrustZentrum Kreis Recklinghausen möchte Ihnen folgende Ratschläge an die Hand geben:

Achten Sie bei der Zubereitung der Mahlzeiten darauf, dass möglichst wenig Nährstoffe verloren gehen. Kochen Sie deshalb nach Möglichkeit mit wenig Wasser und kurzen Garzeiten. Lassen Sie das Gemüse nicht zu lange im Topf, so dass es noch "Biss" hat. Wir empfehlen Ihnen, Mahlzeiten frisch zuzubereiten.

 

Nahrungsergänzungsstoffe
In der Nahrung befinden sich auch Stoffe, die die Zellen vor oxidativen Schäden schützen. Neben einigen Spurenelementen zählen dazu vor allem die Vitamine E, C und Beta-Karotin. Wenn Sie infolge einer Chemo- oder Strahlentherapie an Blutarmut leiden, können Sie zusätzlich zu den Medikamenten folsäurehaltige Nahrung zu sich nehmen, um die Bildung roter Blutkörperchen zu unterstützen.

Generell sollten Sie jedoch auf die Einnahme anderer und künstlicher Nahrungsergänzungsstoffe verzichten, da oftmals eine krebsfördernde Wirkung nicht ausgeschlossen werden kann. Auch ein Überdosierung, etwa der Vitamine A und D sowie des Spurenelementes Selen, kann nachteilige Wirkungen haben.

 

Antikrebs-Nahrung
Nahrungsbestandteile, mit denen sich Krebs direkt bekämpfen lässt, gibt es nicht. Zu Unrecht wird dies von einigen "Gesundheitsaposteln" und Geldmachern gelegentlich behauptet. Rote Bete, Bierhefe, Weizenkeime, Sauermilch oder "linksdrehende Milchsäure" haben zwar eine allgemein gesundheitsfördernde Wirkung, dass Sie darüber hinaus aber aktiv gegen Krebs wirken, konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

 

Fastenkuren
Auch spezielle Diäten oder Fastenkuren sind nicht nachweislich geeignet, Krebs zu bekämpfen. Zwar kann ein Tumor durch Nahrungsentzug aufhören zu wachsen oder sich gar zurückbilden – das gilt jedoch auch für Ihre anderen Körperzellen. Sobald Sie sich wieder normal ernähren wächst der Tumor dagegen schnell wieder, während Ihr Körper sich erst wieder erholen muss. Denken Sie daran: ein geschwächter Körper hat weniger Abwehrkräfte. Er ist dann nicht mehr in der Lage, sich effektiv gegen Infektionen oder auch den Tumor selbst zur Wehr zu setzen.

 

Ernährung bei Übelkeit
Wenn Sie während oder nach einer Chemotherapie unter Übelkeit und Appetitlosigkeit leiden, sollten Sie Ihrem Körper vor allem Kalorien zuführen, damit Ihr Körper nicht zusätzlich geschwächt wird. Essen Sie, worauf Sie Appetit haben. Sobald es Ihnen wieder besser geht, können Sie immer noch auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten.

 

Ansprechpartner und Informationen zur Ernährungsumstellung
Bevor Sie mit der Umstellung Ihrer Ernährung beginnen, sprechen Sie mit uns. Wir werden dann gemeinsam mit Ihnen abstimmen, welche Ernährung in Ihrer persönlichen Situation besonders hilfreich ist und gegebenenfalls einen individuellenErnährungsplan für Sie zusammenstellen.

Wie beim Sport ist es wichtig, dass Sie sich zunächst langsam an die neue Ernährung gewöhnen. So lernen Sie am besten, was Ihnen schmeckt und wie Sie Ihre Mahlzeiten optimal zubereiten. Nach einiger Zeit werden Sie sich dann von ganz allein gesund ernähren.

 

 

 

10. Senologietag

am 20.1.2018 im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Infos auf unserer neuen Website www.brustzentrum-re.de (zurzeit im Aufbau)

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